Einen solchen Film- und Kunstkritiker gab es in Deutschland sonst kaum: einen, der nicht seine Brillanz und Pointensicherheit zur Schau stellte oder uns belehrte, sondern der uns ebenso passioniert wie charmant auf die kleinen Gesten aufmerksam machte, die uns bei großen Filmen bis ins Herz treffen können: Michael Althen, Filmredakteur erst der Süddeutschen Zeitung, dann der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Dieses Buch sammelt Texte, die über ihren unmittelbaren Anlass hinaus Bestand haben.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.10.2014
Wehmütig wird Fritz Göttler, wenn er noch einmal die Texte des vor drei Jahren gestorbenen Filmkritikers Michael Althen liest, die dieser Band versammelt, über Scorsese, und Kubrick, Petzold und Karmakar, Catherine Deneuve und Michelle Pfeiffer. Dann erinnert er sich wieder an Althens Liebe zum Kino, seine Faszination und "unglaubliche Lässigkeit". Vor allem aber erinnert sich Göttler wieder an die achtziger Jahre, als er mit Althen im Münchner Filmmuseum saß, die Retrospektiven zu Sam Fuller und John Ford rappelvoll waren, die Dunkelheit leuchtete und Filmkritik ein Handwerk war, das im Dialog ausgeübt wurde. Göttler nimmt das Buch wie eine Szene aus einem Lelouch-Film: "Ein Rendezvous. Eine Liebe. Cinéma verité."
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