Aus dem Amerikanischen von Jürgen Peter Krause. Michael H. Kater gibt zunächst einen profunden Überblick über Entstehung und Entwicklung der Hitler-Jugend und ihrer nach Alter und Geschlecht gegliederten Gruppen (wie Bund Deutscher Mädel oder Jungvolk). Darüber hinaus stellt Kater die Frage nach Auswirkung und Bedeutung, nach den 'Folgeschäden': Welchen Zielen diente die HJ? Was motivierte Jugendliche zum freiwilligen Beitritt? Wie wurden die Jugendlichen in der HJ kontrolliert, wie funktionierte die Organisation, wie entstand das verzweigte Netzwerk der Indoktrination? In welcher Weise ging Hitler-Jugend beiderlei Geschlechts im Kriegsgeschehen auf und wurde dort großenteils zerrieben? Stellt sich eine Schuldfrage zu Verbrechen des NS-Regimes?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 13.04.2005
Die Rezensentin Ulrike Baureithel ist mit kleinen Abstrichen recht zufrieden mit dieser "anekdotenreichen Überblicksdarstellung" der Hitlerjugend. Der Autor sieht den relativen Erfolg der Hitlerjugend nicht nur im Druck von außen begründet, sondern beispielsweise auch in der "wenig heldenhafte Geschichte der sich auflösenden Weimarer Jugendbewegungen" und in dem paradoxen Umstand, dass sich die Jugendorganisation sich "als Bollwerk gegen autoritäre Elternhäuser und die Schule" in Szene zu setzen wusste - obwohl es dort natürlich nicht minder autoritär zuging. Verdienstvoll findet Baureithel, dass der Autor Michael Kater auch den Widerständigen ein Kapitel widmet. Allerdings ist sie ein wenig befremdet, dass Kater "die einzelnen Widerstandsleistungen nach Grad der 'Selbstaufopferung' beurteilt". Als Plus rechnet sie ihm dann aber wieder an, dass er bei seiner Beschreibung des Bunds Deutscher Mädchen, auch die feministische Forschung (zumindest den Forschungsstand der Achtziger Jahre) einbezieht - auch wenn das Kapitel nach Meinung der Rezensentin ein bisschen zu spekulativ ausfällt.
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