Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.03.2000
Die Musikliteratur hat die Politik entdeckt. Es gibt bereits verschiedene Untersuchungen des politischen Umfelds und seiner Rückkoppelung auf das künstlerische Schaffen insbesondere der Wiener Künstler. Als besonders "ausgereift" lobt nun Andres Briner in seiner Besprechung das aus einer Dissertation hervorgegangene Buch von Michael Kohlhäufl, das sich den Freundeskreis Franz Schuberts vorknöpft. Nicht alle, aber viele Dichter seiner Lieder oder anderer musikdramatischer Werke gehörten zu den politisch Verfolgten in der Zeit nach dem Wiener Kongress von 1815, für die das "poetische Vaterland", daher der Buchtitel, zu einer Art innerer Zuflucht wird. Kohlhäufls Leistung, schreibt Briner, liegt vor allem in der politisch differenzierten Darstellung des Schubertschen Freundeskreises. Ein "textlich vorzüglich" gearbeitetes und für die Schubertforschung "neu bestimmendes" Buch.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…