Im asiatisch-pazifischen Raum sind die Chancen für wachsenden Wohlstand ähnlich groß wie die Risiken zunehmender Konfliktpotentiale. Ein maritimer Ansatz ist wichtig zum Verständnis der Konfliktdynamik, denn ohne die Wiederentdeckung maritimer Räume und die Flottenrüstung sind weder der Aufstieg Chinas zur Großmacht, noch dessen Folgen für die Machtrivalität zwischen den USA und China zu erklären. Präsident Xi Jinping hat das Schicksal seines Landes mit der erfolgreichen Nutzung der See verknüpft. Globale Interdependenz, maritime Abhängigkeit und strategische Kultur zwingen China zur Zurückhaltung. Die USA dagegen haben in Ostasien bislang eine vorsichtige Politik der Einhegung des Konflikts betrieben. Doch das Verhältnis beider Rivalen birgt ein latentes Potential für Eskalation.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.08.2018
Stefan Fröhlich freut sich, dass Michael Paul einmal den Machtkampf zwischen China und den USA vor dem Hintergrund von Chinas wirtschaftlichem Aufstieg betrachtet. Die Gefahr eines eskalierenden Konflikts im asiatisch-pazifischen Raum kann ihm der Autor nachvollziehbar analysieren. Die Frage der Prävention diskutiert Paul laut Rezensent anhand von Obamas "Hinwendungsstrategie" gen Asien sowie mit Blick auf Trumps Eskalationspolitik. Eine "Machtbalance", lernt Fröhlich, wäre wünschenswert.
Rezensent Dirk Eckert lässt sich von Michael Paul von der Stiftung Wissenschaft und Politik den Konflikt zwischen den USA und China im Südchinesischen Meer erklären. Die dort drohende Kriegsgefahr setzt ihm der Autor detailreich und umfassend auseinander. Ein Grundlagenwerk, findet Eckert, das die Gefahr erkennt, aber nicht überbewertet und Lösungsvorschläge (Rüstungskontrolle, vertrauensbildende Maßnahmen) anbietet.
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