Auf Pflege angewiesene Menschen erfahren an Leib und Seele, dass Pflegehandlungen beruflicher Helfer unterstützen und lindern, aber auch einschränken und entmündigen können. Monika Bobbert zeigt, dass der Umgang mit Pflegebedürftigen besonderer Rücksicht bedarf, um der Gefahr unerlaubter Übergriffe und der Unterordnung individueller Bedürfnisse unter institutionelle Zwänge zu entgehen. Sie skizziert die Entstehung einer modernen Pflegeethik, begründet das Autonomierecht von Patienten und wendet es auf konkrete Praxisbereiche an.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.05.2003
Stephan Rixen lobt an dem Buch von Monika Bobbert vor allem, dass es der Autorin gelungen sei, dem Bereich der "pflegeethischen Publikationen" nicht ein weiteres Produkt "humanitärer Betroffenheitsprosa" hinzuzufügen. Orientiert am moralphilosophischen Ansatz von Alan Gewirth entfaltet die Autorin, erfahren wir, vielmehr "das Recht auf Autonomie in der Patientenversorgung" - als ein Recht auf "Zustimmung oder Ablehnung", auf "Information", auf "Festlegung des Eigenwohls", auf "Alternativenauswahl" sowie auf möglichst geringe Einschränkung all dessen durch die "im Gesundheitssystem unumgänglichen Institutionen". Diese Matrix, lobt der Rezensent weiter, fülle die Autorin dann mit Leben durch die Behandlung alltäglicher Konfliktfelder. Der Autorin sei es so gelungen, schreibt Rixen, "grundlagentheoretisch informierte" und dabei zugleich doch auch "empirisch gesättigte" Handlungsmaximen für Pflegende zu formulieren.
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