Wie die Welt weiterging
Geschichten für jeden Tag

Carl Hanser Verlag, München 2024
ISBN
9783446277502
Gebunden, 768 Seiten, 32,00
EUR
Klappentext
365 Geschichten über uns Menschen, über die Welt und das Leben. Monika Helfer macht aus kleinen Alltäglichkeiten große Erzählungen, erzählt von Abenteuern und Begegnungen, unternimmt literarische Streifzüge durch die Natur. Im Rhythmus eines ganzen Jahres zieht uns dieses Lebensbuch hinein in das Universum einer Schriftstellerin, voller Merkwürdigkeiten, voller Schönheit.
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Info)
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk, 13.12.2024
Rezensentin Dorothea Westphal öffnet mit Monika Helfers Erzählungsband eine "literarische Schatztruhe" mit 365 Kurz- und Kürzestgeschichten - eine für jeden Tag. So zumindest empfiehlt uns die Rezensentin diese Geschichten zu lesen. Jede davon hat ihren ganz eigenen Reiz, ihre eigene Stimmung und Wirkung, manche sind lebensnah, teilweise autobiografisch, manche eher märchenhaft, einige seltsam, sonderbar, manche trösten, manche machen Freude, andere machen Hoffnung, einige enden traurig, oder sogar gewaltsam, fasst Westphal zusammen. Was diese so diversen Erzählungen vereint, ist Helfers große Beobachtungsgabe, der ein ehrliches Interesse an den Menschen zugrunde liegt, so Westphal, sowie natürlich Helfers spezieller, lakonischer Erzählton. Ja, diese Autorin ist eine Meisterin der Verdichtung, lobt die Rezensentin, in "Wie die Welt weiterging" bietet sie uns 365 Kostproben ihrer Kunst.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.11.2024
"Karg und üppig zugleich" kommen Rezensentin Lerke von Saalfeld die 365 Geschichten vor, die Monika Helfer in diesem Erzählungsband versammelt, die meisten davon nicht länger als eineinhalb Seiten. Helfer, 1947 geboren, hatte ihren schriftstellerischen Durchbruch erst 2020 mit einem Buch über ihre Familiengeschichte, erfahren wir, aber auch in diesem Band sind für die Rezensentin autobiografische Einflüsse auszumachen. So spielt beispielsweise der Unfalltod der Tochter Paula eine Rolle, aber auch ihre Kindheit, so Saalfeld, die in diesem "großen Topf explosiver Lebenssituationen" auch von alten Frauen im Altersheim mit fünf Ehemännern und Diplomaten in Marokko liest. Sie freut sich über die vielen und vielseitigen Einfälle Helfers, die der Leserin ein großes Lebenspanorama ausmalt.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 10.10.2024
Monika Helfer und Michael Köhlmeier haben fast zeitgleich neue Bücher veröffentlicht, Rezensent Ijoma Mangold nimmt das zum Anlass, das Paar in Hohenems im oberösterreichischen Voralberg zu besuchen und über ihre mehr als vierzigjährige Ehe zu plaudern. Ein paar Worte verliert der Kritiker aber auch über die Bücher der beiden: Helfers "Wie die Welt weiterging" enthält 365 knappe Erzählungen, "Kalenderblätter" sozusagen, die den Rezensenten in ihrer Dichte, Anschaulichkeit und Präzision an den "Meisterstilisten" Johann Peter Hebel erinnern. Wenn Helfer etwa von zwei Freundinnen erzählt, die nach dem Tod einer Bekannten feststellen, dass sie nur banale Phrasen über die Tote verlieren, staunt Mangold, wie knapp die Autorin ihre Figuren zu skizzieren vermag: Jeder Einzelfall erscheint ihm wie eine "geschnitzte Holzskulptur".