Mortimer J. Adler, Charles van Doren

Wie man ein Buch liest

Cover: Wie man ein Buch liest
Zweitausendeins Verlag, Frankfurt am Main 2007
ISBN 9783861507840
Gebunden, 388 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Xenia Osthelder. Der US-Autor und frühere Planungsdirektor der Encyclopaedia Britannica, Mortimer J. Adler, hat eine detaillierte Systematik entwickelt, mit der wir besser und schneller verstehen lernen können, was wir lesen - und zwar sowohl Belletristik als auch schwierige philosophische oder sozialwissenschaftliche Texte. Vor allem bei wissenschaftlichen Büchern besteht die Gefahr, in der Flut der Fakten Zusammenhang und Überblick zu verlieren. Hier kann eine Reihe erprobter Techniken helfen, die Lesequalität zu erhöhen. "Wie man ein Buch liest" ist seit seinem Erscheinen ein Dauerbestseller. Es gilt noch immer als die beste und erfolgreichste Anleitung zur Verbesserung und Vertiefung der Lesetechniken. "Das Buch zeigt ganz konkret, wie man die eigene Lektüre perfektioniert und wie groß der Gewinn an Genuss und Erkenntnis dadurch wird" (The New Yorker). Charles van Doren, langjähriger Co-Autor von Adler, hat dazu beigetragen, das Buch auf den neuesten Stand zu bringen.
Sie lernen die wichtigsten Lesetechniken, vom systematischen Querlesen und prüfenden Lesen bis hin zum Schnelllesen. Sie schreiten fort zum analytischen Lesen. Mit etwas Übung schließlich meistern Sie den schwarzen Gürtel der Lesekunst: das vergleichende oder syntopische Lesen mehrerer Bücher zu einem bestimmten Thema. Sie lernen die verschiedenen Techniken zur Lektüre praktischer Bücher, schöner Literatur, Drama, Lyrik, Geschichte, Naturwissenschaft, Mathematik, Philosophie und Gesellschaftswissenschaften. Schließlich bieten die Autoren eine Leseliste und liefern Leseübungen und ein ausgefeiltes Regelsystem, mit deren Hilfe sich der Fortschritt in der eigenen Lesefertigkeit, das Textverständnis und die Lesegeschwindigkeit überprüfen lassen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.09.2007

Rezensent Burkhard Müller outet sich als Anhänger des "demokratischen Bildungsideals", dem sich auch die beiden amerikanischen Autoren und Redakteure der "Encyclopaedia Britannica" mit ihrer Anleitung zum Lesen verschrieben haben. Nach Ansicht Mortimer J. Adlers und Charles van Dorens sei es mit der bloßen Alphabetisierung nicht getan, ein Leser müsse auch prüfendes, analytisches und vergleichendes Lesen beherrschen, um Texte wirklich zu verstehen, so der Rezensent zustimmend. Etwas problematisch nur, dass es diesen derart ausgebildeten Leser schon braucht, um sich durch den vorliegenden Band zu arbeiten, meint Müller, der zudem feststellen muss, dass die Autoren zur Pedanterie und zu Abschweifungen neigen. Wahrscheinlich werden sie damit ihre anvisierte Zielgruppe nicht erreichen, vermutet der Rezensent, der dennoch die Absicht, die sie mit ihrem Buch verfolgen, als "verdienstvoll" würdigt.
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