Tim Parks

Worüber wir sprechen, wenn wir über Bücher sprechen

Cover: Worüber wir sprechen, wenn wir über Bücher sprechen
Antje Kunstmann Verlag, München 2016
ISBN 9783956141300
Gebunden, 240 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Ulrike Becker und Ruth Keen. Muss man jedes Buch, das man angefangen hat, auch auslesen? Was prägte mein Lesen? Was ist literarischer Stil? Brauchen wir Geschichten? Ist Copyright wichtig? Warum sind Leser unterschiedlicher Meinung? Was bedeuten literarische Preise? Für Tim Parks gibt es keine Gewissheiten. Was Leser von Büchern wollen und welche Bedeutung Literatur heute hat, wird ausgeleuchtet.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.12.2016

Carlos Spoerhase lernt eine Menge über die Zusammenhänge einer globalisierten Literatur mit Tim Parks Essays. Ob der Autor den Erfolg des Weltschriftstellers Jonathan Franzen untersucht (durchaus nicht frei von Ressentiments, wie Spoerhase feststellt), den Literaturpreis- und Literaturfestivalzirkus ironisiert oder über die Globalisierung des Copyrights nachdenkt, immer wird die kulturelle Komplexität lokaler Verhältnisse hochgehalten, meint der Rezensent. Dass die Forderung nach einer Relokalisierung der Literatur aber von einem freien schreibenden Subjekt ausgeht, findet Spoerhase seltsam. Ist nicht der Schriftsteller selbst das Produkt von durch die Globalisierung angestoßenen Zwangslagen?, fragt er.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 18.10.2016

Tim Parks Essays über das Lesen und das Schreiben stoßen bei Judith von Sternburg auf offene Ohren. In "unterhaltsam und herausfordernder" Art befasse sich Parks - als Schriftsteller, Kritiker und Leser - mit den verschiedensten Aspekten der Literatur und des Betriebs, erklärt die Rezensentin, die sich dabei weniger über einzelne Thesen freut als vielmehr über Parks Ansatz, denn in allen Punkten zustimmen würde sie ihm nicht. "Wachsamkeit" ist sein oberstes Gebot, nie den allgemeinen Wahrheit glauben, die Leser aber auch nicht unterfordern oder unterschätzen. Leser wollen gern mal stolpern, nur fallen sollte man sie nicht lassen, lernt Sternburg, die an Parks selbst bei weniger aufregenden Abschnitten einfach seine ungeheure Erfahrung zu schätzen weiß.

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