Aus dem Arabischen von Regina Karachouli. Schon seit fünf Jahren ist Fathi Schîn, ein bekannter Schriftsteller, mit einem Schreib- und Publikationsverbot belegt. Er gilt als "Abweichler", als "elender Verräter", hatte er es doch abgelehnt, in seiner Fernsehsendung einen literarischen Wettbewerb über den Grossen Führer zu veranstalten, was ihn prompt seine Stelle kostete. Schon seit fünf Jahren ist Fathi Schîn, ein bekannter Schriftsteller, mit einem Schreib- und Publikationsverbot belegt. Er gilt als "Abweichler", als "elender Verräter", hatte er es doch abgelehnt, in seiner Fernsehsendung einen literarischen Wettbewerb über den Grossen Führer zu veranstalten, was ihn prompt seine Stelle kostete. Der syrische Schriftsteller Nihad Siris schildert - mit ironischen Zwischentönen - eindrucksvoll die Zustände in einem totalitären Staat, in dem die Herrschenden ihre Politik mit Gewalt und einer perfekten Propagandamaschinerie durchsetzen und keinerlei Abweichung dulden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 16.04.2012
Sabine Vogel gibt es zu: Ihr wie auch kaum einem anderen Rezensenten ist dieser Roman von Nihad Siris bei seinem Erscheinen 2008 nicht aufgefallen. Vor dem Hintergrund der eskalierenden Situation in Syrien hat sie zu der jetzt erschienenen Taschenbuch-Ausgabe gegriffen und siehe da: Ihr gefällt diese Satire auf eine arabische Diktatur ziemlich gut. In ihrem Mittelpunkt steht der geschasste Schriftsteller Fathi Schin, der erkärt hatte, er furze auf die Partei. Operettenhafte Despoten und dusselige Schergen und opportunistische Ehemänner runden für Vogel das Setting zu einer "schrecklich lustigen" Satire.
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