Aus dem Arabischen von Regina Karachouli. Ein junger Mann aus wohlhabender Familie durchstreift tagein tagaus die Armenviertel seiner Heimatstadt. Eigentlich sollte der Student sich auf die Übernahme des väterlichen Imperiums vorbereiten, sein Interesse gilt jedoch der Musik. In ihr hofft er der beengenden und konservativen Welt seiner Herkunft zu entfliehen, deren Doppelmoral und Korruption ihn empört.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.11.2004
Rezensent Ludwig Ammann staunt über den ungewöhnlichen und frechen Tonfall, den der Protagonist von Hanna Minas erstmals 1973 veröffentlichten Roman anschlägt. Das Buch ist seiner Einschätzung nach ein Beispiel für die damals aktuelle "neue arabischen Literatur des gesellschaftlichen Aufbruchs". Der Autor schreibt "respektlos, schnoddrig, selbstironisch" und überhaupt nicht formelhaft, trotz seiner unüberhörbaren Parteinahme für den "sozialistischen Realismus". Vielmehr hat er Platz für "feinste Seelenregungen" seines Romanpersonals. Sein Hauptprotagonist ist - anders, als der Zeitgeist vermuten ließe - kein platter Revolutionär, sondern ein "höchst amüsanter Selbstbeobachter an der Schwelle zweier Zeitalter".
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…