Was ist dran an den deutschen Politik-Mythen? "Deutschland ist ein Einwanderungsland." "Rentner sind arm." "Deutschland tut viel zu wenig für den Klimaschutz." "Das Asylrecht schützt die Schwachen." "Wer an den Sozialstaat geht, gefährdet die Demokratie." Sätze wie diese, linke Glaubenssätze, prägen seit Jahrzehnten die Politik unseres Landes. Aber kein einziger stimmt. Diese falschen Wahrheiten haben der Politik in die Irre geführt und an den Lösungen für die Probleme des Landes vorbei. Der Aufschwung von Populisten aller Couleur, eine zerbrochene Bundesregierung und Neuwahlen sind die Quittung. Nikolaus Blome deckt die selbstverliebten Mythen linker Politik auf, widerlegt sie mit überraschenden Fakten - und zeigt, wie eine Politik aussehen könnte, die sich an Vernunft und Realität orientiert.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 17.02.2025
Nicht allzu stimmig sind Nikolaus Blomes Angriffe auf vermeintlich unwahre Wahrheiten, die Linke über Politik und Gesellschaft ins Feld führen, kritisiert Rezensent Nils Schniederjann. Zunächst einmal weist er darauf hin, dass Blome hier nicht viel mehr vorlegt, als erweiterte Versionen seiner Kolumnen. Einige wenige Argumente Blomes möchte Schniederjann gelten lassen - in der Tat ist Deutschland, meint er, kein Einwanderungs-, sondern ein Fluchtland, und das bringt Probleme mit sich. Anschließend zerpflückt er einige der Thesen Blomes, unter anderem zu den Feldern Austeritätspolitik und Ungleichheit. Blome arbeite hier äußert selektiv mit Datenmaterial und gehe intellektuell allgemein nicht redlich vor. Kluge konservative Kritik an linken Denkmustern würde der Rezensent gerne lesen; in diesem Buch wird er nicht fündig.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.02.2025
Kritiker Eckhard Jesse freut sich, dass der Publizist Nikolaus Blome sich in seinem neuen Buch zwölf häufig geäußerte Thesen vornimmt und einem gründlichen Faktencheck unterzieht. So zeige sich, dass der Gender-Pay-Gap gar nicht so groß sei, berücksichtige man, dass Frauen häufiger in Teilzeit arbeiten, ähnliche Verzerrungen von Zahlen würden sich beim Stichwort Altersarmut ergeben. Jesse hätte gern einen stärkeren Einbezug der "soziokulturellen Dimension" gesehen, er nutzt die Besprechung, um gegen eine "meinungsbildende Elite" zu wettern, die festlege, was richtig und falsch sei, auch wenn Blome darauf in seinem Buch nicht eingeht. Insgesamt lobt der Kritiker, dass der Autor verständlich argumentiert und genau hinschaut und damit eine gute Diskussionsbasis schafft.
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