Aus dem Amerikanischen von Hainer Kober, Norbert Juraschitz und Karlheinz Dürr. "Die Frage, wer die Welt regiert, kann nicht eindeutig beantwortet werden. Aber die einflussreichsten Akteure sind klar auszumachen."
Auch nach der Ära Obama gilt: Die USA betrachten sich grundsätzlich als die Guten - selbst dann, wenn sie das Gleiche tun wie jene, denen sie Böses unterstellen: Zivilflugzeuge abschießen, willkürlich Leute inhaftieren und mit Drohnen umbringen oder in fremde Länder einmarschieren. Das Primat der militärischen Intervention und der unerbittliche Drang, alleinige Weltmacht zu bleiben, bilden die Konstanten der amerikanischen Politik - auch wenn dadurch Staaten ins Chaos und Menschen ins Verderben getrieben werden. Im Land dagegen haben die Reichen und Mächtigen fast freie Hand, jenseits demokratischer Kontrollen und unbeachtet von einer zunehmend gleichgültigen Bevölkerung. Wohin führt uns das? Welche Folgen hat das für den Rest der Welt? In seiner Analyse zeigt Noam Chomsky die fatalen Folgen der imperialen Politik der USA für das ohnehin immer chaotischere Zusammenleben auf unserem Planeten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.12.2016
Rezensent Dietmar Dath erkennt in Noam Chomskys soeben auf Deutsch erschienenem Buch einen Autor, der geopolitischer Moralist, Antiimperialist, Sprachwissenschaftler und Anthropologe ist, intellektuell redlich, links-polemisch. Wie Chomsky in seinen Aufsätzen versucht zu verstehen, wie andere ticken, wie er Anstand als Maßstab etabliert und immer wieder das Verhältnis zwischen sprachlichem und nichtsprachlichem Handeln auslotet, deren Unterscheidbarkeit er zuallererst anerkennt, findet Dath höchst respektabel.
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