Aus dem Französischen von Andreas Münzer. Bei einem Theaterbesuch wird Efina von dem Talent des Schauspielers T überwältigt, dem sie vor langer Zeit schon einmal begegnet ist. Nach diesem Abend beginnen sie sich Briefe zu schreiben, die sie anfangs jedoch beide nicht abschicken. Erst langsam beginnt ein Dialog zwischen ihnen, der jedes Klischee eines Liebesbriefwechsels ins Gegenteil verkehrt. Seitenlang erklären sie sich, warum der andere nicht anziehend ist - und doch liest man die Faszination aus jeder Zeile. Ihre Briefe changieren zwischen Intimität und Distanz, Liebe und Verachtung, Verletzen und Verehren.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.10.2019
Wenn jemand sich heutzutage noch trauen sollte, Liebesromane zu schreiben, dann Noëlle Revaz, lobt der begeisterte Rezensent Roman Bucheli. Sie thematisiere die Liebe auf eine wunderbar unorthodoxe Weise: Efina und der Schauspieler T. schreiben sich in völliger Ignoranz sämtlicher moderner Kommunikationsmittel lange Briefe, er stößt sie eigentlich ab, und deshalb lieben sie sich immer dann am meisten, wenn sie gerade jemand anderen geheiratet haben, erzählt der Kritiker schmunzelnd. Nur so, "etwas verrückt und wild, abstrus und skurril", funktioniere "leidenschaftliche Liebe in unromantischen Zeiten", ahnt Bucheli.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…