Carl Rogers, einer der bedeutendsten Psychologen des 20. Jahrhunderts, setzte einen revolutionären Impuls für Denken und Handeln im zwischenmenschlichen Bereich. Seine These: Keiner weiß besser, was ihm gut tut und für ihn notwendig ist, als der Betroffene selbst. Wir können einander also nicht beibringen, was für uns gut ist. Aber wir können einander dabei unterstützen, es selbst herauszufinden. Dass die gesellschaftlichen Institutionen für die Förderung und Entwicklung des Individuums da sein sollten, war zunächst in psychotherapeutischer, später dann in pädagogischer und zuletzt auch in politischer Hinsicht seine Botschaft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.12.2002
Sehr detailliert beschreibt Maria Frise in der Kritik der Biografie von Carl Rogers dessen Leben und Werk. Während in Amerika schon mehrere Lebensbeschreibungen des für seine "klientenzentrierte Therapie" bekannten Psychologen erschienen seien, liege nun mit diesem Buch die erste deutschsprachige Biografie vor, freut sich die Rezensentin. Sie lobt den Autor, der selbst vom Fach ist, für sein "gut lesbares" Buch und seine Sachkenntnis, wobei sie betont, dass es ihm möglich war, sowohl den Nachlass Rogers als auch das Carl Rogers Archiv für seine Darstellung zu nutzen. Ebenfalls positiv beurteilt sie das Heranziehen der amerikanischen Biografien für sein Buch, wobei sie einzig zu bemängeln hat, dass Groddeck die Biografie von David Cohen, die sich kritisch mit Rogers auseinandersetzt, zwar erwähnt, aber leider kaum nutzt.
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