"Zwischen Macht und Mittelmaß" analysiert die britische Außenpolitik in den Jahren 1989 und 1990. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob die britische Regierung angesichts der weltpolitischen Umbrüche dieser Jahre die Chance wahrgenommen hat, den britischen Einfluß im machtpolitischen Gefüge Europas und in der internationalen Politik zu wahren. Der Autor konzentriert sich auf drei essentielle Bereiche britischer Außenpolitik: die Beziehungen zu Deutschland, zur Europäischen Gemeinschaft und zu den USA.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.11.2001
Nicht viel Gutes hat Norbert Himmler über die Bedeutung Großbritanniens im und nach dem Kalten Krieg zu sagen. Er sieht seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs einen "kontinuierlichen Abstieg". Mit dem Umbruch 1989/90 endet die Rolle Großbritanniens als Mittelmacht, so seine These, Schuld daran trägt vor allem Margaret Thatcher. Ihre Abneigung gegen Deutschland hat Großbritannien, so Himmler, in die Isolation getrieben, ihre Position, erst einmal die "Demokratisierung in Osteuropa voranzutreiben", hat sich nicht durchgesetzt. Hanns Jürgen Küsters lobt das Buch einerseits als "schöne Zusammenfassung", bemängelt jedoch andererseits, dass es "wenig Neues" bringt. Zudem bleibt ihm das Fundament zu schmal, auf das Himmler seine weit reichenden Thesen gründet. Die britische Ostpolitik hätte, findet er, einer "genaueren Analyse" bedurft, eine "etwas breitere Anlage" hätte geholfen.
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