Herausgegeben von Norbert Wehr. Aus dem Inhalt: Esther Kinsky: Kurortne Oktober 13. Aufzeichnungen von der kalten Krim / Serhij Zhadan: Schuß- und Stichwaffen. Songs und Gedichte / Olga Martynova und Oleg Jurjew (Hg.): An verlassenen Stätten. Die inoffizielle Literatur in Leningrad 1960-1980 (Mit Beiträgen u.a. von Oleg Grigorjew und Jelena Schwarz) / Steffen Popp: Nachdenken über Uwe Greßmann / Außerdem: Gedichte von Jonas Mekas und Eugene Ostashevsky sowie ein Briefwechsel von David Albahari und Zarko Radakovic über Musik.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.09.2014
So wünscht sich Volker Breidecker eine Literaturzeitschrift: Verdienstvoll und auf der Höhe der Zeit. Das neue Schreibheft prunkt mit einer ganzen Palette von aktuellen und beeindruckenden Texte. Zum Beispiel mit Esther Kinskys "Aufzeichnungen von der kalten Krim" (die dem Rezensenten die Meisterschaft von Kinskys Landschaftsbeschreibungen ebenso vor Augen führte wie die Grenzen der Anschauung), mit Gedichten des ukrainischen Lyrikers und Rockmusikers Serhij Zhadan und einer Ode des New Yorker Filmemachers Jonas Mekas auf seine alte litauische Heimat. Aber auch den zweiten Schwerpunkt des Heftes hat Breidecker mit Interesse gelesen, für den das Autorenpaar Olga Martynova und Oleg Jurjew ein Dossier über die inoffizielle Literatur von Leningrad zwischen 1960 und 1980 erstellt haben.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…