BABEL NEW YORK: Louis Wolfsons Der Schizo und die Sprachen. MEHR NICHT ALS LICHT: Mikhl Likht, jiddischer Avantgardist. J. J. VOSKUIL: NICOLIENS MUTTER. PORTRÄT. Szenen einer Demenz.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.08.2019
Florian Keisinger hofft, dass ein deutscher Verlag sich schnell des Romans von J. J. Voskuil annimmt, dessen Auszüge im neuen Schreibheft abgedruckt sind. Daneben liest Keisinger im Herbstheft einen Aufsatz des Übersetzers Gerd Busse und ein Interview des Autors anlässlich des Erscheinens seines Romans im niederländischen Original im Jahr 1999. Schon der Titel "Nicoliens Mutter" veranlasst den Rezensenten, Vergleiche zu Voskuils Büroepos anzustellen. Und er wird fündig: Als Spin-off zu "Das Büro" präsentiert der Text laut Keisinger die bekannten Figuren, konzentriert sich aber auf eine im Privaten spielende Nebenhandlung um die Demenzerkranknung von Nicolien Konings Mutter. Anrührend und komisch findet Keisinger das Porträt der alten Frau, im Gegensatz zu Voskuils Mehrteiler handele es sich allerdings um eine statische Geschichte.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…