Ein Liebesroman aus der Wolfszeit dieses Jahrhunderts - über die Emanzipation zweier Menschen aus der Unfreiheit und Gewalt auf den Bauernhöfen der Zwischenkriegszeit.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 11.06.2008
Judith Leister hat zwei Romane des österreichischen Autors O. P. Zier gelesen, den sie als Protokollant von "Geschichte(n) von unten) zu schätzen weiß. Der nun wieder aufgelegte Roman "Schonzeit" von 1996 erzählt die Doppelbiografie des Ehepaares Eva und Ruppert im österreichischen Pongau, die nicht nur beide unter einer von Gewalt und Armut geprägten Kindheit zu leiden hatten, sondern während der Nazizeit, in der Ruppert desertierte und von seiner Frau versteckt wurde, in höchster Gefahr schwebten. Leister ist vor allem von dem Einfühlungsvermögen, das Zier trotz seiner gänzlich unsentimentalen Erzählweise dieser auf authentischen Personen beruhenden Geschichte beweist, beeindruckt und lobt diesen Roman zudem besonders für seine ästhetische Geschlossenheit.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…