Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999
Laut Herbert Riehl-Heyse hat sich Oskar Lafontaine mit diesem Buch keinen Gefallen getan. Zu sehr steht für ihn der Abrechnungscharakter und die persönliche Gekränktheit des Autors im Vordergrund, und er ist überrascht, wie weit Lafontaines Empfindlichkeiten gehen: Da reiche es bisweilen schon, dass eine Begrüssung nicht freundlich genug ausgefallen ist oder ein Kollege in der Presse besser abschneiden konnte. Den Rezensenten erinnert das an "nervöse Operndiven" und er wundert sich, wieviel Energie durch diese Verletzlichkeiten in der Politik vergeudet wird. Riehl-Heyse kritisiert ausserdem, dass Lafontaine auch an der Presse kein gutes Haar lässt - es sei denn natürlich, sie berichtet positiv über ihn. Was den theoretischen Teil betrifft, entdeckt Riehl-Heyse zwar einige diskussionswürdige Aspekte, allerdings merkt er an, dass Lafontaine diese Fragen sehr viel effektiver zur Debatte hätte stellen können, wenn er im Amt geblieben wäre.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…