Unter redaktioneller Mitarbeit von Monika Köhler. Einerseits trat Augstein in den Affären der jungen Bundesrepublik als "Sturmgeschütz der Demokratie" auf, andererseits bediente er sich beim Aufbau seines Nachrichtenmagazins bewährter NS-Propagandisten: Jeden anderen als den "Spiegel-Gründer hätten solche Widersprüche zerrissen. Zum ersten Mal wirft jetzt Otto Kühler, langjähriger Kolumnist des "Spiegel" und kritischer Weggefährte Augsteins, einen Blick auf das Innenleben dieses "Journalisten des Jahrhunderts". Hinter der Legende und hinter Augsteins vielen Gestalten - Medienmacher, Manager, Meinungsführer - wird hier der Mensch sichtbar.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 28.10.2002
Otto Köhler war eine Zeit lang Kolumnist des "Spiegel", in wirtschaftlich schwieriger Zeit wurde er wegen "Unternehmensfeindlichkeit" gekündigt. Es war ein Abschied in Unfrieden, mit dem "Spiegel" und mit Augstein hat sich der Journalist, der heute vor allem für "konkret" schreibt, seitdem viel beschäftigt. Vor allem in kritischer Absicht: Auf über hundert Seiten ist in dieser Biografie zusammengefasst, in welchem Ausmaß Augstein in den Nachkriegsjahren "alte Nazis" beschäftigte. Auch nicht angenehm: die, um es vorsichtig zu sagen, Abneigung gegen Frankreich und der Nationalismus Augsteins ziehen sich als Konstanten durch sein Leben und sein publizistisches Wirken. Dennoch verschließt der Biograf die Augen nicht vor den Stärken Augsteins. Spätestens nach der "Spiegel"-Affäre sei der ein wirklicher Demokrat und damit Vorkämpfer einer liberaleren Republik geworden. Der Rezensent Norbert Seitz findet manche Zuspitzung des Buches wohl "provokant", grundsätzliche Kritik aber äußert er nicht.
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