Paul Widmer

Schweizer Außenpolitik

Von Charles Pictet de Rochemont bis Edouard Brunner
Cover: Schweizer Außenpolitik
Ammann Verlag, Zürich 2003
ISBN 9783250104322
Gebunden, 456 Seiten, 32,80 EUR

Klappentext

Obschon die Schweiz eine der ältesten Demokratien ist, hat sie vergleichsweise spät als international anerkannter Staat eine eigentliche Außenpolitik betrieben. Weshalb? Für die Staatsmänner der Schweiz galt es in erster Linie, das Innere zu ordnen, man war seit dem Wiener Kongress 1815 ja auch verpflichtet, eine bewaffnete Neutralität einzuhalten. Paul Widmer, Historiker und Botschafter der Schweiz, zeigt am Beispiel von sieben Persönlichkeiten der Schweizer Außenpolitik einerseits die politisch auf das Weltgeschehen Einfluss nehmenden Möglichkeiten eines Kleinstaates, andererseits stellt er bewusst das politische Ringen dieser Persönlichkeiten um die Respektierung der Neutralität in den Mittelpunkt seiner Untersuchungen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2003

Paul Widmers "kluges Buch" über die Neutralität der Schweiz hat Rezensent Klaus Hildebrand rundum überzeugt. Im Blick auf Methode und Ertrag findet er das Buch "gleichermaßen bemerkenswert". Wie er ausführt, stellt Widmer die Schweizer Außenpolitik und Diplomatie im Spiegel von sieben biografischen Porträts dar. Die Auswahl der vorgestellten Repräsentanten von Pictet de Rochemont über Max Huber bis zu Edouard Brunner ist nach Ansicht Hildebrands zwar auch "subjektiv gefärbt", erscheint aber dennoch "alles andere als beliebig". Sie erinnert den Rezensenten an jene sieben sagenhaften Könige Roms, die gleichfalls staatlichen Grundlegung des Gemeinwesens beigetragen haben. Im Mittelpunkt sieht Hildebrand dabei Widmers Darstellung des Schweizer "Sonderwegs", geprägt von den beiden Polen "innerer Republikanismus" und "äußere Neutralität", zwei Aspekte der Schweizer Politik, die der Autor als einen "untrennbaren Sonderfall der Geschichte" würdige.

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