Aus dem Brasilianischen von Maralde Meyer-Minnemann. Ein geheimnisvoller Fremder stört eines Tages den Frieden von Bescos, einem gottverlassenen 281-Seelen-Dorf hoch oben in den Pyrenäen. Mit sich führt er elf Goldbarren und einen merkwürdigen Schatten, in dem die greise Berthe, die Tag für Tag vor ihrem Haus am Dorfeingang sitzt, sofort den lange angekündigten Dämon erkennt, der Bescos in den Untergang treiben wird...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.10.2001
"Muss man noch mehr sagen?" fragt "maid" am Ende ihrer kurzen Kritik - und wir meinen ja. Haufenweise kommen zur Zeit Bücher auf den Markt, die auf die Rezensenten wie vom Himmel gefallen wirken, weil sie auf die New Yorker Ereignisse gemünzt zu sein scheinen. So auch Coelhos frisch übersetzter Roman aus dem letzten Jahr, der - inspiriert von Dürrenmatts "Besuch der alten Dame", schreibt "maid" - den "Kampf zwischen Gut und Böse" in einem kleinen Pyrenäen-Dorf stattfinden lässt, wohin es einen Waffenfabrikanten verschlagen hat, der die Dorfgemeinschaft und insbesondere das tapfere und aufrechte Fräulein Prym moralisch auf die Probe stellt. Alles eine Frage der inneren Einstellung und eigenen Entscheidung, teilt "maid" freudig mit. Was die Weltreligionen dazu zu sagen hätten, werde von Coelho geschickt verpackt auch erzählt: ein Buch, so "maid", mit sanfter Moral und "behutsam" am Kitsch vorbei geschrammt.
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