Aus dem chilenischen Spanisch von Meralde Meyer-Minnemann. "Wer keinen Finger krumm macht, der hat nichts zu befürchten", provoziert Heredias Kater den Privatdetektiv mit kritischem Blick, wenn dieser eigentlich nur noch Mahler und Chet Baker hören und jedenfalls von Giftgas, CIA und Geheimpolizisten nichts mehr wissen will. Doch eines steht fest: Wenn es einen seiner Freunde erwischt, ruht Heredia nicht, bis die Schuld eingefordert ist.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.10.2000
Etwas zu viele Stränge hat der Autor hier zusammenzubringen versucht, findet Kersten Knipp. Soweit der Roman `Detektiv- und Spionageroman` bleibt, ist er `solide Arbeit`, aber den darüber hinausgehende Anspruch eines politisch-realistischen Romans kann er, wohl eben weil er `den Spielregeln der Kunst so gewissenhaft folgt`, nicht einlösen. Dazu ist das Handlungsfeld - Waffenexport im Chile nach der Diktatur - `trotz allen name droppings`, so Knipp, zu wenig recherchiert. Der Rezensent vergleicht die Wirkung dieses Romans mit dem Roman `Stern der Ferne` von Roberto Bolanos und gesteht diesem die größere Kunstfertigkeit zu. In seiner Ferne vom `Zentrum der Macht` vermittelt er mehr über die `psychologische Atmosphäre einer verängstigten Nation` als Eterovic mit seinem Versuch eines `Science-Faction`-Romans.
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