Peer Hultberg

Selbstbiografie / Brief

Cover: Selbstbiografie / Brief
Jung und Jung Verlag, Salzburg 2010
ISBN 9783902497772
Gebunden, 480 Seiten, 36,00 EUR

Klappentext

Aus dem Dänischen von Agelika Gundlach. Peer Hultberg, einer der großen Menschenerzähler Dänemarks, hat in zwei nahezu gleichzeitig entstandenen Büchern versucht, seiner Existenz auf den Grund zu gehen, um herauszufinden, woher er kam und wie er wurde, der er war. Das eine ist eine Selbstbiografie, die so gar nicht als der stolze Bericht über Geleistetes daherkommt, sondern gedacht und geschrieben ist als ein präzises und unerbittliches Selbstgespräch. Das adoptierte Kind gutbürgerlicher Eltern, der gute Schüler mit seinen rätselhaften Einsamkeitsgefühlen, der Heranwachsende, der seinen Körper zu begreifen versucht und merkt, dass er sich sexuell anders orientiert, als die Eltern es wollen müssen. Das zweite Buch ist ein Brief an die Mutter, der begonnen wurde auf dem Rückweg von ihrer Beerdigung.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.12.2010

Peter Urban-Halle ist entsetzt von der Trostlosigkeit der von Peer Hultberg geschilderten Verhältnisse. Das soll eine Kindheit und Jugend sein? Auch mit dem Hinweis, dass Hultberg hier nicht seine leiblichen Eltern beschreibt, die das adoptierte Heimkind nicht kannte, bleiben die Kälte und die Härte, mit der in diesen autobiografischen Aufzeichnungen aus dem Nachlass des Autors mit der Vergangenheit abgerechnet wird, für den Rezensenten schockierend. Nein, Glück sieht anders aus, da ist sich Urban-Halle sicher. Dass aus Hultberg kein humoristischer Schriftsteller werden konnte, leuchtet ihm ein, ebenso der Ursprung mancher bislang dunklen Textpassage aus Hultbergs Werk. Bei allen vermuteten Übertreibungen bleibt dieses Buch gerade auch in dieser uns überlieferten unbearbeiteten Fassung für den Rezensenten ein eindrückliches Dokument einer seelischen Katharsis.

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