Mit zahlreichen farbigen Abbildungen. Joan, seine Schwester und seine Eltern wollen in den Urlaub fahren. Die Ich-Erzählerin muss die Rückbank mit ihrem Vater teilen und hat überhaupt keine Lust auf dessen nervige Fragen über Schule und Noten - doch was ist das? Joan behauptet plötzlich, einen Kirchturm in einem See zu sehen? Seine Schwester ist skeptisch, aber als auch die Mutter den Kirchturm entdeckt, ist ihre Neugier geweckt. Was hat ein Kirchturm im Wasser zu suchen und was mag der See noch alles verbergen? Gibt es vielleicht sogar einen Fischpfarrer oder eine Schule für die Fischkinder dort unten? Joan und seine Schwester sprudeln voller Ideen und den beiden Kindern eröffnet sich eine neue Unterwasserwelt voller Leben und Fantasie …Der versunkene Kirchturm im Tiroler Reschensee inspirierte Daniel Fehr zu seiner Geschichte, die von Collagen der Illustratorin Pei-Yu Chang ergänzt wird. Die Illustrationen werden kombiniert mit Originalaufnahmen des Bergmassivs aus der Zeit, bevor der Stausee gebaut und das Dorf geflutet wurde.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.06.2023
"Ein Sommerbuch mit verstörender Note" nennt Rezensentin Kathleen Hildebrand "Das Dorf der Fische" und fasst damit bereits in knappe Worte, welches Kunststück dem Autor Daniel Fehr und der Illustratorin Pei-Yu Chang hier gelungen ist: Eine Urlaubsgeschichte für Kinder nämlich, farbenfroh und heiter, voll kindlicher Fantasie, welche doch gleichzeitig auf behutsame Weise verstört und Bewusstsein schafft für die Zerstörung von Landschaften und die Entstehung neuer Lebensräume im Anthropozän. Ein solch neuer Lebensraum ist zum Beispiel der Reschensee, lesen wir - ein See mit Kirchturm drin, an dem die Kinder in diesem Bilderbuch ihre Ferien verbringen. Die Geschichte dieses Sees deuten Fehr und Chang nur an und weisen trotzdem sanft durch die speziellen Illustrationen auf den entscheidenden Unterschied zwischen natürlicher und menschengemachter Landschaft hin, so die überzeugte Rezensentin.
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