Der Band enthält die "Meditation zu Mozarts Credo-Messe KV 257" und "Rede für Fernsehprediger".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.12.1999
Verhalten lobend geht Hans-Jörg Graf den beiden in diesem schmalen Band enthaltenen Texten des Schweizer Altmeisters nach. Bichsels ?Meditation zu Mozarts Credo-Messe KV 257? und ?Rede für Fernsehprediger? sind für Graf Monolog und Zwiegespräch über verschiedene Ton- und Spielarten von Frömmigkeit, provozierend, wie es scheint, für gläubige und nicht-so-gläubige Musik- und Medienliebhaber gleichermaßen. Ausdrücklich benennt Graf das Problem, über Bichsel zu schreiben: am Ende gehe es dem Autor immer um "die Befreiung der Welt von der Begrifflichkeit", - was wohl jeden Rezensenten bremsen würde. Grafs kurze Besprechung endet mit einem deutlichen Aufatmen: zwar mahne Bichsel zur Wachsamkeit, ließe einem aber auch die Wahl, mit unbequemen Antworten einfach zu leben.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Ulf Poschardt: Bückbürgertum Gefährlicher als die Shitbürger sind die Bückbürger. Jene Konservativen und Liberalen, CEOs und Manager, Bischöfe und Intellektuelle, Kanzlerinnen und Kanzler die - wider…