Wilhelm von Sternburg findet dieses Buch für Leser empfehlenswert, die einen Einstieg in die Thematik suchen und nicht über jede Neuerscheinung zu dem Thema auf dem Laufenden sind. Zwar bedauert er, dass in diesem dünnen Band viele Aspekte nicht eingehender behandelt werden konnten, allerdings lobt von Sternburg den gut lesbaren Stil des Buches und vor allem Fritzsches einleuchtende Thesen zum Weg der Deutschen in die Diktatur. Anhand von vier Daten, angefangen mit der Julikrise von 1914 zeige Fritzsche gut nachvollziehbar die Veränderungen im Selbstbewusstsein der Deutschen, die zunehmende Gewaltbereitschaft und auch die sich wandelnde Alltagssprache. Vor allem zeige Fritzsche - wie von Sternburg findet - dass keineswegs nur wirtschaftliche Gründe oder die Versailler Verträge für die nationalsozialistische Begeisterung maßgeblich waren.
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