Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2007
Die Rechercheträgheit und die eher prosaische Triebkraft der "Unterhopfung" lässt Richard Kämmerlings dem Autor gerne durchgehen, genau wie den "schnoddrigen" Ton. Schließlich hat es der Rezensent nicht mit Kulturbanausentum zu tun, sondern mit einer "fast stadtsoziologisch kühlen", mitunter aber auch in Hassliebe getränkten Perspektive auf deutsche (Un-)Orte. Dass der Fehlfarben-Frontmann Peter Hein der Blamage (Poplegende schreibt Buch) mittels geschickter, popliterarisch gefärbter Beschreibung, spezieller geschichtsphilosophischer Dialektik und unbilliger Haltung auch dem Hässlichen und Provinziellen gegenüber entgeht, rechnet der Rezensent ihm hoch an. Und findet diesen "Lo-Fi Cicerone" noch in seiner Inkonsequenz "lehrreich".
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…