Paris, 1747. Von Gott und den Menschen verraten, gerät Sophie in die riesige Hauptstadt des Königreichs. Um zu überleben, arbeitet sie im Cafe "Procope", Treffpunkt der Freidenker und Aufrührer. Gegen ihren Willen verliebt sie sich in einen Gast: Denis Diderot. Der Philosoph plant das gefährlichste Buch der Welt seit der Bibel, eine Enzyklopädie mit dem ganzen Wissen der Menschheit - Sprengstoff für die morsche Monarchie. Schon bald begreift Sophie, dass es dabei um viel mehr geht als nur um ein Buch. Es geht um ihr eigenes Leben, ihr Recht auf Freiheit, Liebe und Glück. Als Vorleserin der Marquise de Pompadour, der ebenso schönen wie intelligenten Maitresse des Königs, begegnet sie am Hof von Versailles dem obersten Zensor Frankreichs. In ihm findet sie einen unerwarteten Verbündeten im Kampf für die Enzyklopädie - ohne zu ahnen, dass sie mit diesem Mann längst in einer geheimnisvollen, tragischen Beziehung steht ...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.01.2004
"Der Zweck heiligt die Mittel" scheint der "upj" zeichnende Rezensent dem Leser hier sagen zu wollen. Er hat wahrlich einiges auszusetzen an diesem Roman, in dem es um die Brieffreundin Diderots geht, wobei es die im Roman beschriebenen Charaktere auch im wahren Leben der Zeit gegeben habe. Der Rest jedoch ist fiktiv und in seiner Umsetzung nicht unkritisch zu sehen, so der Rezensent: Er findet die Dialoge "recht kitschig", die fiktive Kindheit der Philosophin sei eine "echte Herz-und-Schmerz-Geschichte". Alles in allem ist das "rosenleicht und flüssig" zu lesen, so unser Rezensent. Entschlossen, die Dinge positiv zu sehen, merkt er an, dass diese Art der Geschichtsschreibung das 18. Jahrhundert dem "'gewöhnlichen' Publikum" vermutlich näher bringt als "manche akademische Blätterleiche".
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