Petro Correa do Lago

Schriftstücke

Autographen aus neun Jahrhunderten
Cover: Schriftstücke
Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2005
ISBN 9783806729399
Gebunden, 288 Seiten, 59,00 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Eva Plorin. Mit einem Vorwort von Carlo Ginzburg. Alfons VII., ein spanischer König im 12. Jahrhundert, schenkt einem treuen Gefolgsmann ein Stück Land, Rubens schreibt für einen anderen Spanierkönig einen Spionagebericht, Goethe bestellt eine Menge Wein, Lady Hamilton rechnet ihre Musikstunden ab, George Sand sorgt sich um ihren geliebten Chopin, Richard Wagner schreibt Bettelbriefe, Baudelaire träumt von Wagner, Freud schickt seiner Mutter sechs Dollar, Einstein hält die Psychoanalyse für eine "überaus gefährliche Mode", Mata Hari muss wieder einmal Hals über Kopf verschwinden, John F. Kennedy lebt in den Fünfzigern auf allzu großem Fuße. Diese und noch viel mehr Einblicke in das Privatleben berühmter Menschen bieten die Autografen aus der phantastischen Sammlung des Brasilianers Pedro Corrêa do Lago. Die 350 in diesem Band reproduzierten Dokumente werden vom Autor ausführlich kommentiert und in ihren historisch-biografischen Zusammenhang gestellt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.08.2005

"Opulent" nennt Rezensent Eberhard Rathgeb diesen großformatige Bildband von Petro Correa do Lago. Der Leiter der brasilianischen Nationalbibliothek habe darin eine kleine Auswahl von Autographen, 350 Stück, aus seiner rund dreißigtausend Handschriften umfassenden Sammlung zusammengestellt und mit historischen Kommentaren versehen. Der Anhang biete zudem die Transkriptionen und die deutschen Übersetzungen. Rathgeb kann do Lagos Faszination für Autographen offensichtlich nicht so ganz teilen. Er bleibt relativ unbeeindruckt, zumal die Autographen - in diesem Band finden sich Stücke von Karl V., Rousseau, Rubens, Baudelaire, Darwin, Debussy, Mata Hari, Marcel Proust, Isadora Duncan, Strawinski, Miro, Borges, Walt Disney und anderen - oft nicht viel Erkenntnisgewinn ermöglichen. Im besten Falle, wenn ein Brief vorliege und der Brief interessant genug sei, resümiert der Rezensent, "schaut man, wenn man die Zeilen liest, wie durch ein ganz schmales Fenster in die damalige Zeit hinein".

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