Aus dem Französischen von Angelika Schneeberger-Chmelar.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.10.2000
Ganz einverstanden ist der Rezensent Martin Scherer mit Philippe Sollers` eingehender Auseinandersetzung mit Giacomo Casanovas Riesen-Memoirenwerk. Casanova, so Scherer, gewinnt hier Kontur als "das pure Gegenteil von Don Juan": Nicht nach bloßer Eroberung stand ihm der Sinn, Lust wollte er schenken, Entdeckungen machen. Im urbanen Venedig seiner Zeit habe Casanova seinen "allerfreiesten Blick aufs Leben" kultivieren können und sei zur "Rokoko-Figur par excellance" geworden. Sollers hat die vielbändigen Memoiren vollständig gelesen, ist Casanova in dessen Städte gefolgt und hat darüber eine Mischung "aus Liebesbrief, Biografie und Selbstgespräch, Werkanalyse und Collage" verfasst, an der der Rezensent offensichtlich großen Gefallen gefunden hat.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…