Aus dem Amerikanischen von Leon Mengden. In Qais' Kindheit gehören prachtvolle Gärten, Kinder mit Flugdrachen und ausgelassene Feste zum Alltag von Kabul. Von diesen Bildern wird Qais in den nächsten Jahrzehnten zehren. Denn seit der Ankunft der Mudschaheddin und später der Taliban ist das Leben seiner Familie tagtäglich bedroht. Sie müssen fliehen, leben bei Nomaden, versuchen immer wieder, das Land zu verlassen. Und dennoch sind diese Jahre für den Jugendlichen eine Zeit voller Abenteuer und spannender Erlebnisse, über die er in einzigartiger Weise zu erzählen versteht: bildmächtig, authentisch und mit leisem Humor.
Am meisten beeindruckt Tobias Köberlein, dass der aus Kabul stammende Autor die Hoffnung auf ein friedliches Afghanistan nicht aufgibt. Da hat Köberlein bereits Qais Akbar Omars Chronik über 30 Jahre afghanische Geschichte gelesen, die der Autor aus Sicht eines heranwachsenden Erzähler-Ichs verfasst hat. Die Irrfahrt der Familie, die Flucht vor den Taliban und die Zerstörungen durch die Invasionen der Russen und Amerikaner - all das erfährt der Rezensent als Bildungsgeschichte. Dass der Autor nur mit scharfer Feder beschreibt, nicht erklärt, dass er aus unreflektierter Sicht Grauen festhält, macht das Buch für Köberlein streckenweise überhaupt erst erträglich.
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