Mit Fotografien von Thorsten Heideck und Adrian Serini, Die materielle Hinterlassenschaft der DDR genießt heute beinahe kultische Verehrung. Vom Goldbroiler über den Luftkissenrasenmäher bis hin zu Geschirr und Besteck im DDR-Design - alle diese verschwundenen Gegenstände sind aus einem Land, das nicht mehr existiert. Der Sammelband soll Eindruck und Überblick vermitteln, wie sich das Leben in 40 Jahren DDR abgespielt und entwickelt hat. Es zeigt auch, welchen Einfluss die Partei und deren Ideologie auf das Alltagsleben der Menschen hatte.Die Auswahl von ungefähr 200 Objekten aus den verschiedensten Lebensbereichen zeigt sowohl die Beschränkungen des Lebens, die sich aus der Mangelwirtschaft ergaben, erzählen aber auch davon, wie sich die Menschen dennoch ihre Wünsche und Träume erfüllten. So entsteht anhand von Objekten ein buntes und vielfältiges Bild der Lebenswirklichkeit in der DDR von Kriegsende bis Mauerfall.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.05.2023
Rezensent Stefan Locke erfährt in dem von Quirin Graf Adelmann herausgegebenen und mit Texten von Stefan Wolle angereicherten Band, wie Mangelwirtschaft aussah. Die abgebildeten Alltagsobjekte aus der DDR - vom Rührgerät RG 28 bis zur Wisent-Jeans führen Locke vor Augen, wie deutlich eine historische Periode durch Alltagsobjekte geprägt war und dass es zwischen Produkten in Ost und West mitunter große Ähnlichkeit gab. Dass Langlebigkeit in der DDR weniger mit Umweltbewusstsein zu tun hatte als mit Materialmangel, wird ihm beim Blättern auch klar.
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