Mit 250 Abbildungen. Herausgegeben von Winfried Nerdinger und Wilhelm Vossenkuhl. Otl Aicher war einer der bedeutendsten und einflussreichsten Gestalter der Nachkriegszeit. Weltbekannt wurde er durch das von ihm entwickelte Erscheinungsbild der Olympischen Spiele von 1972 in München. Mit den dafür gestalteten Piktogrammen entstand eine Bildsprache, die heute überall auf der Welt im öffentlichen Raum zur Anwendung kommt. Die visuelle Identität vieler Unternehmen, darunter Lufthansa, ERCO oder Bulthaup, stammt aus seiner Hand. Als Mitbegründer, Lehrer und Rektor der legendären Hochschule für Gestaltung in Ulm prägte er mehrere Generationen von Designern. Zeitlebens kämpfte er leidenschaftlich für eine offene, freie, demokratische Gesellschaft.
Rezensent Julian Weber empfiehlt den Ausstellungsband mit den Arbeiten des Gestalter Otl Aicher für die Olympischen Spiele in München 1972. Zu erfahren ist hier laut Weber nicht nur, wie prägend Aichers Werk für die deutsche Designgeschichte wurde, sondern auch, wie konsequent der Designer mit seinen farbenfrohen, für Gleichheit und Weltoffenheit werbenden Motiven, Maskottchen, Piktogrammen und Uniformen für Olympia die Abkehr von der Nazi-Ästhetik vollzog. Letzteres ist laut Weber leider etwas in Vergessenheit geraten.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 25.05.2022
Knapp, aber hingerissen bespricht Eva Hepper diesen von Winfried Nerdinger und Wilhelm Vossenkuhl herausgegeben "Prachtband" über Otl Aichinger. Lustvoll schwelgt die Kritikerin in den Abbildungen der Plakate, Zeichnungen, Fotografien, Illustrationen und Piktogramme, mit großem Interesse liest sie die zahlreichen Beiträge über Aichers Biografie, seine Bedeutung und seinen (philosophischen) Hintergrund. Dabei ist der Band keineswegs eine Hagiografie, versichert Hepper. Ein Buch, das "Maßstäbe" setzt, schließt sie.
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