Rachel Carson

Der stumme Frühling

Cover: Der stumme Frühling
C.H. Beck Verlag, München 2019
ISBN 9783406731778
Kartoniert, 443 Seiten, 16,95 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Margaret Auer. Mit einem Vorwort von Jill Lepore. "Der stumme Frühling" erschien erstmals 1963. Der Titel bezieht sich auf das Märchen von der blühenden Stadt, in der sich eine seltsame, schleichende Seuche ausbreitet. Das spannend geschriebene Sachbuch wirkte bei seinem Erscheinen wie ein Alarmsignal und avancierte rasch zur Bibel der damals entstehenden Ökologie-Bewegung.
Zum ersten Mal wurde hier in eindringlichem Appell die Fragwürdigkeit des chemischen Pflanzenschutzes dargelegt. An einer Fülle von Tatsachen machte Rachel Carson seine schädlichen Auswirkungen auf die Natur und die Menschen deutlich. Ihre Warnungen haben seither nichts von ihrer Aktualität verloren.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.08.2019

Rezensent Martin Zähringer sieht dieses Buch als eines der frühen Werke des Nature Writings mit ungeheurem kritischem Potenzial und freut sich, dass es jetzt in Deutschland neu aufgelegt wurde. Die Meeresbiologin Rachel Carson hat ihm zufolge 1963 mit "Der stumme Frühling" wissenschaftlich fundiert und dennoch poetisch und gut lesbar dagegen angeschrieben, dass das Pflanzengift DDT in den USA flächendeckend zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt wird. Obwohl sie die Folgen - Massensterben der Vögel durch Verlust ihrer Nahrungsgrundlage und Superresistenzen bei einigen wenigen Insekten - in seinen Augen brillant vorhergesagt hat, wurde sie Zähringer zufolge als unwissenschaftliche Animistin diffamiert, was sich die National Agricultural Chemical Association (NACA) eine Viertelmillion Dollar für PR-Aktionen kosten ließ. Der Kritiker empfiehlt Carsons "lebensvolle Prosa" nachdrücklich - vor allem auch dem Chemiekonzern Monsanto, der schon damals nicht auf Carson hören wollte und nun für seine Ignoranz und Gier nach dem schnellen Profit teuer bezahlen muss.

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