Aus dem Amerikanischen von Margaret Auer. Mit einem Vorwort von Jill Lepore. "Der stumme Frühling" erschien erstmals 1963. Der Titel bezieht sich auf das Märchen von der blühenden Stadt, in der sich eine seltsame, schleichende Seuche ausbreitet. Das spannend geschriebene Sachbuch wirkte bei seinem Erscheinen wie ein Alarmsignal und avancierte rasch zur Bibel der damals entstehenden Ökologie-Bewegung. Zum ersten Mal wurde hier in eindringlichem Appell die Fragwürdigkeit des chemischen Pflanzenschutzes dargelegt. An einer Fülle von Tatsachen machte Rachel Carson seine schädlichen Auswirkungen auf die Natur und die Menschen deutlich. Ihre Warnungen haben seither nichts von ihrer Aktualität verloren.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 24.08.2019
Rezensent Martin Zähringer sieht dieses Buch als eines der frühen Werke des Nature Writings mit ungeheurem kritischem Potenzial und freut sich, dass es jetzt in Deutschland neu aufgelegt wurde. Die Meeresbiologin Rachel Carson hat ihm zufolge 1963 mit "Der stumme Frühling" wissenschaftlich fundiert und dennoch poetisch und gut lesbar dagegen angeschrieben, dass das Pflanzengift DDT in den USA flächendeckend zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt wird. Obwohl sie die Folgen - Massensterben der Vögel durch Verlust ihrer Nahrungsgrundlage und Superresistenzen bei einigen wenigen Insekten - in seinen Augen brillant vorhergesagt hat, wurde sie Zähringer zufolge als unwissenschaftliche Animistin diffamiert, was sich die National Agricultural Chemical Association (NACA) eine Viertelmillion Dollar für PR-Aktionen kosten ließ. Der Kritiker empfiehlt Carsons "lebensvolle Prosa" nachdrücklich - vor allem auch dem Chemiekonzern Monsanto, der schon damals nicht auf Carson hören wollte und nun für seine Ignoranz und Gier nach dem schnellen Profit teuer bezahlen muss.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…