Kraus Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783911687010 Gebunden, 48 Seiten, 18,00
EUR
Klappentext
Aus dem Norwegischen von Kathrin Frey. Kater Georg ist verschwunden. Seit Tagen schon. Zusammen mit seinem Vater macht der junge Ich-Erzähler sich auf die Suche nach ihm - bei den Nachbarn, hinter dem Haus und am kleinen See. Aber Georg ist nirgends zu finden. Dann das: ein roter Fleck auf der Straße. Ist das Blut? Ist Georg vielleicht verletzt ... oder schlimmer noch?"Auf der Suche nach Georg" entfaltet sich zunächst leise und entwickelt dann zunehmend eine dramatische Intensität, denn die Geschichte berührt große, existenzielle Fragen. Zwar löst sich am Ende alles zum Guten - Georg taucht gesund und lebendig wieder auf -, doch zuvor erlebt der Junge eine außergewöhnlich aufwühlende Gefühlslage: Wut und tiefe Traurigkeit wechseln sich ab. Der Vater begegnet derweil diesen Emotionen mit viel Einfühlungsvermögen und Offenheit, ohne etwas zu beschönigen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 30.01.2026
Wie ein Kind das erste mal in Kontakt mit dem Tod kommt, erzählt Ragnar Aalbu in seinem liebevollen Bilderbuch "Auf der Suche nach Georg". Georg, so heißt die Katze des jungen Ich-Erzählers, und die ist verschwunden, erklärt Rezensentin Judith von Sternburg. Sogleich begeben sich Vater und Sohn auf die Suche. Mit viel Freude folgt Sternburg den beiden durch die reduzierten und dennoch ausdrucksstarken Bilder voller feiner Details, die das Auge auf dieser Suche entdecken darf. Nach einer Weile jedoch kommt ein schlimmer Verdacht auf: Es könnte sein, dass Georg nicht wieder kommt. Vater und Sohne führen nun also ein ernstes Gespräch, das der Autor allerdings nicht ohne wohltuenden Witz erzählt. Dass die Katze schließlich doch ganz gemütlich zuhause am Balkon wartet, liest die Rezensentin als "Aufschub", als ein Happyend, das manchmal eben notwendig ist.
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