Die alltäglichen Phänomene der Macht - ob spektakulär, direkt oder unscheinbar - untersuchen diese Arbeiten von Rainer Paris. Sie zeigen wie Macht in ganz alltäglichen Situationen konstituiert, verhandelt oder umkämpft wird: beim Warten auf einem Amtsflur oder beim Halten einer Festrede, durch Aussitzen oder Machtworte.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 23.04.2005
Eine freudige Überraschung aus der soziologischen Wissenschaft stellt dieser Band für den mit "upj." zeichnenden Rezensenten dar. Ausgiebig genug hat sich das Fach mit der Macht befasst, grundsätzlich, analytisch und überhaupt. Die Auseinandersetzung mit den Phänomenen der von Rainer Paris so genannten "normalen Macht" hat freilich kaum stattgefunden. Diese "normale Macht" findet der Soziologe etwa in "Formularen", aber auch in unscheinbaren Forderungen der Institution ans Individuum wie etwa dem Herumwarten auf Behördenfluren. Für den "ungewöhnlichen Blick", den dieses Buch auf vermeintlich Vertrautes wirft, zeigt sich der Rezensent dankbar.
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