Rasha Khayat

Ich komme nicht zurück

Roman
Cover: Ich komme nicht zurück
DuMont Verlag, Köln 2024
ISBN 9783832168124
Gebunden, 176 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Hanna, Zeyna und Cem - eine leuchtende Freundschaft, die in einem Sommer in den späten Achtzigerjahren ihren Anfang nimmt. Gemeinsam wachsen sie in einer Arbeitersiedlung im Ruhrgebiet auf, bilden eine Wahlfamilie, in der Herkunft keine Rolle spielt. Zuhause ist, wo sie zusammen sein können. Doch je älter die Kinder werden, umso klarer treten die Unterschiede zwischen ihnen hervor. Mit dem 11. September 2001 wird ihre Freundschaft endgültig vor eine Zerreißprobe gestellt, bis sich die Risse zwischen Hanna und Zeyna zum Bruch ausweiten. Jahre später kehrt Hanna zurück in die alte Heimat, in die Wohnung ihrer verstorbenen Großeltern. Die Stadt steht still, und Hanna fühlt sich einsam. Cem, ihr Fels, ist immer noch da, aber Zeyna schon seit Jahren aus ihrem Leben verschwunden. Hanna begibt sich auf die Suche - nach Zeyna, nach Spuren ihrer Geschichte, nach dem, was damals zwischen sie fiel.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.11.2024

Rezensent Stefan Fischer hält die Perspektive von Rasha Khayats Roman über eine Frau, die in ihre Geburtsstadt im Ruhrpott zurückkehrt, für spannend. Dass nichts mehr so ist wie es war, muss die Erzählerin wehmütig feststellen und auch, dass sie keinen Anschluss mehr findet, wo sie einmal zu Hause war. Für Fischer interessant auch, weil die Autorin selbst Rückkehrerin ist. Die Fremdheit, die sich in der Zwischenzeit einschleicht, ist ein Thema des Buches, die deutsche Bräsigkeit ist ein anderes, so der Rezensent nachdenklich.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 19.09.2024

Rezensentin Petra Pluwatsch zeigt sich berührt vom zweiten Roman der Autorin und Übersetzerin Rasha Khayat: Die Protagonistin Hanna ist im Ruhrgebiet bei ihren Großeltern Theo und Felizia aufgewachsen, 2020, in der Corona-Zeit, erinnert sie sich zurück. Die Freundschaft zu Cem und der aus dem Libanon geflohenen Zeyna war wichtig für sie, mit Zeyna hat sie sich nun aber längst zerstritten, sie fühlt sich einsam, der Rassismus, der ihren Freunden entgegenschlägt und den sie laut Rezensentin kaum wahrnimmt, treibt einen Keil zwischen sie, schildert Pluwatsch. Ein Roman, der die Themen Erinnerung, Einsamkeit und Freundschaft gewinnbringend miteinander verknüpft, lobt sie.

Beliebte Bücher

Elias Hirschl. Schleifen - Roman. Paul Zsolnay Verlag, Wien, 2026.Elias Hirschl: Schleifen
Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In…
Julian Barnes. Abschied(e). Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln, 2026.Julian Barnes: Abschied(e)
Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte…
Dorothee Elmiger. Die Holländerinnen - Roman. Carl Hanser Verlag, München, 2025.Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen
Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter…
Leila Slimani. Trag das Feuer weiter - Roman . Luchterhand Literaturverlag, München, 2026.Leila Slimani: Trag das Feuer weiter
Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…