Reinhard Bingener, Markus Wehner

Der stille Krieg

Wie Autokraten Deutschland angreifen
Cover: Der stille Krieg
C.H. Beck Verlag, München 2025
ISBN 9783406837913
Kartoniert, 362 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Reinhard Bingener und Markus Wehner zeigen: Politik, Behörden und die meisten Bürger waren hierzulande lange zu blauäugig, vor allem gegenüber Russland und China. Die Autokraten hatten und haben deshalb weiter leichtes Spiel, uns zu schwächen. Sie setzen eine neue Art von Agenten auf unserem Territorium ein, geben Morde in Auftrag und nutzen die Anfälligkeit kritischer Infrastruktur für Sabotageakte. Sie korrumpieren Entscheidungsträger, unterstützen extremistische Parteien oder Gruppen und instrumentalisieren Flüchtlingsströme als Waffe. Sie streuen über Auslandsmedien, Einflussportale und Trolle Falschinformationen und säen Zweifel an unserer Demokratie. Und sie führen Cyber-Angriffe auf staatliche Institutionen durch. In der "Zeitenwende" wird der Westen durch einen verdeckten Krieg zunehmend bedroht, deshalb braucht es eine neue Robustheit und Aufklärung, um den Gefahren zu begegnen. Die Autoren zeigen, wie wir in Deutschland und Europa gegenzusteuern versuchen und welche Veränderungen nötig sind, um uns künftig stärker zu schützen.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 14.01.2026

Wichtige Analysen und Warnungen enthält dieses Buch laut Rezensent Michal Meyer. Die Autoren Reinhard Bingener und Markus Wehner argumentieren darin, dass Deutschland sich bereits in einem Krieg befindet, und zwar in einem hybriden, gegen Russland und China. Die Autoren sammeln viele Beweise für diese These, manch einen kennt man schon, aber gerade in ihrer Fülle beeindrucken sie Meyer. Hybride Kriege sind den Autoren zufolge deshalb so effektiv, weil sie vorhandene Unsicherheiten gezielt verstärken, etwa wenn einerseits behauptet wird, es fehlt an Beweisen für russische Manipulationen in Deutschland, der Kreml aber andererseits auch möchte, dass der Verdacht auf Russland fällt, da das die Ängste noch verstärkt. Was also tun? Wachsam bleiben und Infrastruktur schützen vor allem, lernt Meyer aus diesem schlauen Buch.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 17.10.2025

Rezensent Florian Keisinger schärft mit dem Buch von Reinhard Bingener und Markus Wehner sein Bewusstsein für den längst tobenden hybriden Krieg zwischen Russland und dem Westen und für die Notwendigkeit von Resilienz. Dass die Autoren die Verletzlichkeit anmahnen, aber zugleich Möglichkeiten des Schutzes in Betracht ziehen, stimmt Keisinger hoffnungsvoll. Erhellend findet er, dass die Autoren die Praktiken Russlands mit denen Chinas in Bezug auf die Geopolitik beider Länder miteinander vergleichen oder die Kontakte Russlands zu deutschen Parteien als Teil der hybriden Kriegsführung ausweisen. Auch wenn vieles im Band dem Rezensenten bereits bekannt ist, scheinen ihm die Erkenntnisse in der Summe doch erschreckend zu sein.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.10.2025

Nicolas Freund empfiehlt dringend die Lektüre des Buches der beiden FAZ-Politik-Redakteure Reinhard Bingener und Markus Wehner. Zu lernen ist hier, meint er, wie der hybride Krieg funktioniert, und dass wir längst mittendrin sind. Die Autoren erklären es anhand einer Fülle von Beispielen von Drohnenflügen über Propaganda und Sabotage bis hin zu Auftragsmorden. Lauter Mosaiksteine, die der Leser laut Rezensent zu einem umfassenden wie erschreckenden Bild der aktuellen Lage in Europa zusammensetzen kann. Das Kapitel über die Türkei passt für Freund nicht so recht ins Bild, da die Aggressoren vor allem Russland und China sind.

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