Unter den zahlreichen Motiven, die den Verbrechen zugrunde liegen, stellen psychische Störungen eine besondere Gruppe dar. Jedes Verbrechen hat seinen eigenen psychologischen Hintergrund, der sich nicht nur aus der "Sprache des Verbrechens", sondern auch aus der individuellen Persönlichkeit des Täters ergibt: Welche Motive beherrschen einen Sexualdelinquenten? Welchen Impulsen folgt ein pathologischer Brandstifter? Was treibt einen Serienmörder? Gibt es den "geborenen Verbrecher" oder sind psychodynamische, lebensgeschichtliche und soziale Einflüsse entscheidend? All diesen Fragen wird am Beispiel großer Kriminalfälle aus aller Welt nachgegangen. Es werden zahlreiche Lebensläufe und deren schicksalhaftes Einmünden in kriminelles Verhalten nachgezeichnet und die individuelle Persönlichkeitsstruktur zahlreicher Verbrecher beschrieben.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…