Frank Urbaniok

Was sind das für Menschen - was können wir tun

Nachdenken über Straftäter
Cover: Was sind das für Menschen - was können wir tun
Zytglogge Verlag, Bern 2003
ISBN 9783729606654
Kartoniert, 304 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Sowenig es den Straftäter gibt, sowenig gibt es die Lösung. Die Thematik ist vielschichtig und genauso vielschichtig, muss darum die Betrachtung sein. Frank Urbaniok gibt einen Einblick in die Komplexität des Themas und vermittelt aus seiner langjährigen Erfahrung Einsichten in unterschiedlichste Aspekte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.12.2003

Die psychiatrische Diagnostik von Gewalt- und Sexualverbrechern ist ein Glatteisthema, in dem Fehltritte enorme Folgen haben können. Genau deshalb spricht Claus Roxin dem Autor dieser unsystematischen, aber umso anschaulicheren Studie große Anerkennung aus: "Das Buch ist der fesselnde Werkstattbericht eines im Strafvollzug tätigen, durchaus unideologisch und pragmatisch denkenden Psychiaters." Urbaniok behandle in allgemein verständlicher Sprache eine Vielzahl von Themen, stelle Verfahren vor, liefere Fallbeispiele und entwickle aus der Praxis eigene Vorschläge und Ansätze, ohne sie als unfehlbar zu deklarieren. Besonders wertvoll erscheinen dem Rezensenten Urbaniaks umfassende, individuell abgestimmte und deliktsorientierte Vorschläge und Ansichten zu Therapierbarkeit und Risikoanalyse. Prädikat: sehr wertvoll.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.11.2003

Ein überaus interessantes und auch für den Laien verständliches Buch hat der Chefarzt des psychiatrisch-psychologischen Dienstes in Zürich hier vorgelegt, befindet der mit "ekk" zeichnende Rezensent. Der Autor gewähre einen tiefen Einblick in die Arbeit mit Sexual- und Gewaltstraftätern, widme sich ausführlichen Reflexionen über Wesen und Motive dieser Straftäter und gehe dabei dankenswerterweise sehr nüchtern vor, ohne sich mit angeblichen Patentrezepten zu brüsten. Der einzige Vorwurf, den sich Frank Urbaniok vom Rezensenten machen lassen muss, ist der, dass er mit einem Kapitel zu seiner eigenen Biografie die "Grenze zur Selbstdarstellung" doch überschritten habe.

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