Aus dem Italienischen von Daniel Creutz. Von den allerersten vorgeschichtlichen Werkzeugen aus Stein, Knochen und Holz an über die ersten keramischen Erzeugnisse bis hin zu Autos, Computern und Herzschrittmachern haben die Dinge einen weiten Weg mit uns gemeinsam zurückgelegt. Dinge stellen Beziehungskontenpunkte zu den Leben der anderen dar, Kontinuitätsglieder zwischen den Generationen, sie verbinden individuelle und kollektive Geschichten, Natur und menschliche Kultur. Bodei entwirft in seinem dichtgewebten Essay einen Weg zu einem neuen Verständnis von Dingen und ihrer Bedeutung für unser Leben. "Die Dinge leben unter bestimmten Bedingungen : Wenn wir sie neben und mit uns bestehen lassen, ohne sie vereinnahmen zu wollen; wenn sie unsere Leben mit denen der anderen verbinden; wenn wir uns durch ihre Vermittlung der Welt öffnen; wenn wir eine Einstellung kultivieren, dieden Gegensatz zwischen einer verschlossenen, selbstreferenziellen Innerlichkeit und einer trägen Äußerlichkeit zu überwinden vermag."
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.09.2020
Andreas Mayer lässt sich von dem italienischen Philosophen Remo Bodei das Sein der selbstverständlichen Dinge erschließen. Den Appell des Autors, zu einer Lebenskunst zu finden, die den Dingen als bedeutendem Teil unserer Kultur Aufmerksamkeit zukommen lässt, schließt sich Mayer gerne an. Zuvor hat ihm Bodei mit Hegel, Freud, Husserl, Merleau-Ponty und anderen konzise und erhellend in begrifflicher Klarheit die Sache vom Ding geschieden, mit Simmel, Bloch und Heidegger das "Problem des Lebens der Dinge" erörtert und die in Bezug auf die Dinge "rettende Funktion" der bildenden Kunst erläutert.
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