In Deutschland werden mehr als 30 Prozent des Sozialprodukts für Soziales ausgegeben, und der Staat greift mit seinen Sozialgesetzen massiv in die Handlungsfreiheit seiner Bürger ein. In diesem Buch werden einerseits normative Begründungen sowohl für staatliche Umverteilungsmaßnahmen als auch für die Existenz einer Sozialversicherung mit Zwangsmitgliedschaft mit den Methoden der neoklassischen Wirtschaftstheorie diskutiert. Dabei werden Gerechtigkeits- und vor allem Effizienzkriterien zu Grunde gelegt. Zum anderen werden die einzelnen Elemente des Systems der Sozialen Sicherung (Renten- Kranken- und Arbeitslosenversicherung, Sozialhilfe sowie Kindergeld) systematisch auf ihre Wirkungen hin untersucht und alternative Gestaltungsformen verglichen. Schließlich wird untersucht, wie der Sozialstaat reformiert werden kann, damit er den zukünftigen Herausforderungen, vor allem Arbeitslosigkeit und demographische Entwicklung, standhalten kann.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.05.2007
Sehr lobend äußert sich Rezensentin Indira Gurbaxani über das Buch "Die Ökonomie des Sozialstaats" von Friedrich Breyer und Wolfgang Buchholz: Systematisch machen sich die Autoren daran, den deutschen Sozialstaat unter die Lupe zu nehmen. Untersucht werden die einzelnen Zweige der Sozialversicherungen, aber auch die generelle Frage, ob der Sozialstaat mehr sein muss als die Versicherung gegen existenzielle Risiken, nämlich ein politisches Mittel der Umverteilung. Welche Antworten Breyer und Buchholz auf diese Fragen geben, verrät die Rezensentin leider nicht. Sie versichert uns nur, dass die Autoren "große Sorgfalt" auf ihre Überlegungen verwendet haben.
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