Robert Louis Stevenson

Die Schatzinsel

Roman
Cover: Die Schatzinsel
Carl Hanser Verlag, München 2013
ISBN 9783446243460
Gebunden, 384 Seiten, 27,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen übersetzt und herausgegeben von Andreas Nohl. "Die Schatzinsel", der große Abenteuerroman der frühen Moderne, hat schon die Leser im 19. Jahrhundert gefesselt und Generationen von Schriftstellern inspiriert - von Mark Twain bis Marcel Proust, von Henry James bis Bertolt Brecht. Liebevoll zeichnet Stevenson Schauplätze und Figuren: den mutigen Jungen Jim Hawkins und den gerissenen Seeräuber Silver, und all die dubiosen und skurrilen Gestalten. Andreas Nohls Neuübersetzung wird begleitet von drei bisher in Deutschland ungedruckten Texten aus dem Umfeld des Romans, der berühmten Landkarte und einem Nachwort.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 07.01.2014

Schönen Schrecken jagt die gute alte Schatzinsel der Rezensentin ein. Damit ist Judith von Sternburg auch vollauf zufrieden. Dass Robert Louis Stevenson nicht nach Charakterbildung und Belehrung des Lesers schielt, sondern einzig nach dessen Unterhaltung, hält Sternburg für stark und gut. Andreas Nohls Neuübersetzung hält sie schlicht für virtuos und staunt über Entscheidungen des Übersetzers, die in die Geschichte eingehen werden, wie sie prophezeit, da sie modern, aber nicht anbiedernd sind, schön schräg, doch auch sorgfältig. Zum Genuss führen die Rezensentin auch ein instruktives Nachwort sowie die Anmerkungen im Band. Vor allem aber natürlich Stevensons Geschick beim Umgang mit Tempo und Dramaturgie seiner Geschichte.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 21.12.2013

Rezensentin Renate Wiggershaus freut sich über Andreas Nohls neue, sehr am Original orientierte Neuübersetzung von Robert Louis Stevensons klassischem Piratenroman und bedenkt auch den vom Übersetzer zusammengestellten, aber separat veröffentlichten Anhang, der unter anderem die philologische Sachlage rund um die "Schatzinsel" erhellt, mit großem Lob. Ferner würdigt die Kritikerin das bis heute für gute Lesbarkeit sorgende, literarische Talent des Autors, dem es in diesem Roman - der ja neben einer Schatzsuche "auch eine Höllenfahrt in die Abgründe der menschlichen Seele" darstellt - gelingt, schon mit wenigen Mitteln maximalen Effekt zu erzielen und seine Erzählwelt in allen Facetten reich auszugestalten. Hintergründe zur Entstehung des Werks liefert Wiggershaus auch: So zog Stevenson, bis dahin wohlbehütet in Schottland aufgewachsen, entscheidende Impulse aus der existenziellen Erfahrung einer Seereise in die USA.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 28.11.2013

Andreas Nohls Neuübersetzung von Robert Louis Stevensons "Schatzinsel" ermutigt dazu, den ganzen Kladderadatsch zu vergessen, zu dem die Geschichte in den letzten Jahrzehnten verwurstet wurde, und sich den Boden einmal genau anzusehen, auf dem die Handlung und die Charaktere ruhen - oder eigentlich: auf dem sie wie toll umherspringen, meint Robin Detje. So gelesen kommt der Rezensent zu dem Schluss, dass Stevenson eigentlich die verderbliche Wirkung des Geldes auf den Menschen darstellt und Long John Silver in dieser Konstellation der ideale Kleinkapitalist mit dem kompletten Arsenal aus "verkäuferhaftem Ranschmeißen" und Sparfuchsambitionen ist. So wird auch der manische Seitenwechsel aus Eigeninteresse irgendwie verständlicher, findet Detje.

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