Preis unbekannt. Herausgegeben vom Liberalen Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.08.2002
Der Publizist Robert Nef ist ein geradezu mustergültiger Vertreter des "Schweizer Urliberalismus", stellt der Rezensent Gerd Habermann gleich zu Beginn fest. Es geht ihm in seinen Essays um eine Position zwischen der "libertären" Tradition, für die Wilhelm Tell steht, und der kommunitaristischen, die im Rütli-Schwur ihren Gründungsmythos gefunden hat. Vehement tritt Nef dabei für einen "Nonzentralismus" ein, der sich, über die Schweiz hinaus, auch ganz zwanglos gegen die Zentralisierungsbestrebungen der Europäischen Union richten lässt. Ein Extralob des Rezensenten bekommt Nef auf einem etwas anderen Schauplatz, nämlich für seine Ablehnung eines gleichmacherischen und daher "dogmatischen Feminismus". Dieses Buch, schließt Habermann, ist lesenswert auch für den, der Nefs Positionen nicht teilt: nicht zuletzt die "schwungvolle Sprache", in der es verfasst ist, sorge dafür.
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