4 CDs mit 230 Minuten Laufzeit. Gelesen von Ulrich Matthes. Robert Seethaler erzählt von dem Seilbahnarbeiter Andreas Egger, über den die Zeit hinweggeht, dem Unglück und Glück widerfährt und der am Ende staunend auf die Jahre blickt, die hinter ihm liegen. Es ist eine einfache und tief bewegende Geschichte. Die Geschichte eines ganzen Lebens. Als Andreas Egger in das Tal kommt, in dem er sein Leben verbringen wird, ist er vier Jahre alt, ungefähr so genau weiß das keiner. Der Bauer Kranzstocker nimmt ihn widerwillig bei sich auf, als junger Mann schließt er sich einem Arbeitstrupp an, der eine der ersten Bergbahnen baut. Dann kommt der Tag, an dem Egger zum ersten Mal vor Marie steht, der Liebe seines Lebens.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.02.2020
Alexander Kosenina spricht mit Bewunderung von Robert Seethalers Roman, seiner Knappheit und Vollständigkeit. Das vorliegende Hörspiel mit Peter Matic schafft laut Kosenina das Kunststück, die tragikomische Lebensgeschichte des Andreas Egger noch weiter einzudampfen, ohne ihre Faszination zu verringern. Als "absolut treu" bezeichnet Kosenina das Hörereignis, da der Charakter der Figur sich aus Genauigkeit und Prägnanz ergibt, wie er findet, weniger aus dem Umfang. Ein stimmiges Kleinod der Erzählkunst, meint der Rezensent, als Text wie als Datei.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.09.2014
Dass der Roman nicht bis zum Schluss zu fesseln vermag, kann Ulrich Matthes mit seiner Hörfassung des Buches zwar auch nicht ausbügeln, wie Uwe Ebbinghaus feststellen muss, die Stärken des Textes aber unterstreicht Matthes auf für Ebbinghaus meisterliche Weise. Der rückhaltlose Einsatz der Stimme, mal schreiend, mal flüsternd, beeindruckt Ebbinghaus von Anfang an. Ebenso die von Matthes vermittelte Kälte der Bergwelt, kontrastiert wiederum durch Wärme, wenn der Text Hoffnungen verhandelt. Dass die Geschichte über ein hartes Leben in den Bergen sich überhaupt gut zum Zuhören eignet, wie Ebbinghaus erklärt, mag Matthes zugute kommen, seine Leseleistung sieht der Rezensent dadurch aber nicht geschmälert.
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