Nach 60 Jahren Bonn und Berlin ist die Paarbeziehung zwischen dem Volk und seinen Vertretern gründlich gestört. Politiker sind schlecht angesehen, sie gelten oft als arrogant und faul. Was tun? Scheidung geht nicht. Müdes Desinteresse ist die schlechteste Lösung. Robin Mishra hat sich ein Herz gefasst und das Unmögliche geleistet: Er zeigt, wie sich Bürger und Politiker wieder näher kommen können. Er nennt Ross und Reiter im politischen Berlin und spürt Fehler im System auf. Neun Gesetze des gesunden Menschenverstandes formulieren konkrete Therapieschritte. Ein Vademecum für Wähler und Gewählte.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.03.2009
Die Erkenntnisse in diesem Buch streicht Johann Osel auf ein paar Sätze zusammen. 200 Seiten, meint er, wären dafür nicht nötig gewesen. Dabei findet er die Aufgabe, die sich Robin Mishra stellt, eigentlich ganz ehrenhaft. Die Art und Weise, wie Mishra sein Thema angeht, wie er den Ursachen der Politikverdrossenheit auf die Spur zu kommen versucht und wie er schließlich Ratschläge erteilt, um die Volksvertreter volksnaher zu machen, das hat Osel allerdings befremdet. Bei seiner ständigen Suche nach Kuriositäten aus dem Berliner politischen Alltag (Kickerverbot vor dem Reichstag, ständige Kanzlergipfel) schießt der Autor übers Ziel hinaus. Das Ergebnis, kritisiert Osel, ist ein "zu persönliches" Buch, das seine "durchaus klugen Ideen" unter dem zwanghaften Wunsch begräbt, "um jeden Preis lustig zu sein".
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