Mit zahlreichen Abbildungen. Aus dem Französischen von Horst Brühmann, Dieter Hornig, Dieter Hoch, Agnès Bucaille-Euler, Gerhard Mahlberg, Maren Sell und Birgit Spielmann Herausgegeben und mit einem Nachwort von Peter Geimer und Bernd Stiegler. Roland Barthes gehört zu den Klassikern der Fotografietheorie. Insbesondere sein spätes Meisterwerk "Die helle Kammer" hat die Debatten der letzten Jahrzehnte bestimmt und ihre Grundfragen formuliert. Weniger bekannt ist, dass Barthes Zeit seines Lebens, von "Mythen des Alltags" bis hin zu seiner letzten Vorlesung "Die Vorbereitung des Romans", intensiv zur Ästhetik und Theorie der Fotografie publiziert hat. Diese verstreut publizierten Texte u.a. über Mode-, Werbe-, Theater- und Schockfotos oder über Fotografen wie Richard Avedon, Lucien Clergue und Wilhelm von Gloeden sind hier zum ersten Mal versammelt. Sie sind der "ganze Barthes" im Brennspiegel der Fotografie.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.11.2015
Rezensent Freddy Langer liest die von Peter Geimer und Bernd Stiegler zusammengestellten, sämtlich bereits zuvor auf Deutsch veröffentlichten zwei Dutzend Aufsätze, Artikel und Interviews aus der Zeit seit 1953 von Roland Barthes im Hinblick auf "Die helle Kammer", jenes Werk, in dem Barthes laut Langer auf hoch konzentrierte, reife, zugleich leichte Weise seine Erkenntnisse zur Fotografie zusammenfasst. Hier nun hat der Rezensent sozusagen die Vorarbeiten vor sich, Auseinandersetzungen Barthes mit Fotokünstlern, Ausstellungen und den Gattungen der Fotografie. Langer fällt der Akademismus der Texte auf, in denen der Autor Begriffe und Gegensätze hinsichtlich der Objektivität der Fotografie behandelt.
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