Herausgegeben von Stephan Becker und Uwe Berhardt. Dieses Buch des Tübinger Philosophen und Psychoanalytikers ist ein Plädoyer für ein individuelles Gewissen "hinter" dem Sozialgewissen. Aktuell greift es in politische, kirchliche und ethische Debatten ein. Historisch-wissenschaftlich entwickelt Rolf Denker eine Genealogie des modernen Gewissensbegriffs anhand der genauen und kritischen Analyse der Positionen verschiedenster Theorien.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 04.01.2003
Rolf Denker, der Tübinger Philosoph, konnte dieses Buch nicht mehr selbst zur Veröffentlichung bringen - es wird nun aus seinem Nachlass publiziert. Er konstatiert darin im systematischen Bezug auf Nietzsche und Freud den Verlust des "individuellen Gewissens", also, mit Freud gesprochen, nicht des gesellschaftlich normierten "Über-Ich", sondern des nicht-gesellschaftlichen "Ich-Ideals". Die aktuelle Ethik-Diskussion, so seine Diagnose, kümmert sich um dieses individuelle Gewissen nur wenig, er möchte es dagegen wieder ins Spiel bringen. Dass sich unter seinen Gewährsmännern neben Freud, Nietzsche, Jung und Horkheimer auch Luhmann findet, hält der Rezensent (Kürzel "mim.") für "eine der reizvollen Pointen" des Bandes.
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