Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.10.2007
Fasziniert war der Rezensent mit dem Kürzel "ach" von Rolf Meiers Geschichte einer Schweizer Familie, die nach Äthiopien emigriert. Der Autor stützt sich auf Briefe und andere Memorabilia, die "ein Ahne seiner Frau im Estrich" hinterließ. Die Geschichte, die Rolf Meier aus diesen Hinterlassenschaften destilliert hat, ist die des Berner Uhrmachers Edouard Evalet, der 1898 für die Uhrensammlung des Kaisers nach Äthiopien geht. Neben dem Uhrenhandel baut er mit seiner Frau eine Sägerei auf, später handelt er mit Waffen. Zunächst läuft es gut für die Familie, doch irgendwann beginnt der Stern des Unternehmens Evalet zu sinken. Rolf Meier betrachtet die Familiengeschichte der Evalets im Kontext der gesellschaftlichen Verhältnisse Äthiopiens. Nicht notwendig fand der Rezensent allerdings, dass der Autor sich vom unternehmerischen Eigennutz der Evalets, die im holzarmen Äthiopien mit Holz und Waffen handelten, ständig "verkrampft" distanzieren muss. Wären Unternehmer wie die Evalets in Äthiopien besser unterstützt worden, wäre das Land heute wohl viel weiter, mutmaßt der Rezensent.
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